ANFRAGE

Der UV-Druck oder genauer UV-Direktdruck gehört zu den Digitaldruckverfahren im Bereich des Großformatdrucks. „Digital“ ist dabei ausschlaggebend: Das digital vorliegende Druckmotiv wird direkt vom Computer an die Druckmaschine übertragen, sodass eine statische oder feste Druckform wie etwa beim Offsetdruck nicht mehr benötigt wird.

Diese noch recht junge Technologie erweist sich dadurch als besonders wirtschaftlich, auch bei kleinen Stückzahlen. Das ist auch der Grund, weshalb die Druckverfahren sich seit den 1990er Jahren immer größerer Beliebtheit erfreuen.

Der UV-Druck zeichnet sich durch den Einsatz spezieller UV-Tinte aus, die nicht in das Material eindringt und unter Bestrahlung von ultravioletten Licht in kürzester Zeit aushärtet.

Wie funktioniert der UV-Druck?

Der Farbauftrag beim UV-Druck erfolgt wie beim herkömmlichen Tintenstrahldrucker anhand von Druckköpfen, die die Tinte in Punktform direkt auf das Material bringen. Der wesentliche Unterschied zum herkömmlichen Digitaldruck ist, dass die UV-Tinte nicht vollständig in das Trägermaterial eindringt, sondern aufliegt. Dadurch bekommt der Druck nach kurzer Trocknungszeit eine leicht satinierte Beschichtung, die das Produkt effektiv vor Vergilbung schützt.

Die Farbe des UV-Drucks trocknet nicht wie beim herkömmlichen Tintenstrahldruck an der Luft, sondern wird im Druckprozess mit ultraviolettem Licht bestrahlt. Dazu fahren UV- oder LED-Lampen bahnenweise das Material ab. Die UV-Tinte härtet binnen von Sekunden aus, weshalb das Druckerzeugnis sofort einsatzbereit ist. Bei glatten Druckstoffen wird mit einem Primer eine bessere Farbhaftung und Scheuerfestigkeit gewährleistet.

Die Härtung ermöglicht, sowohl glatte Materialien als auch Oberflächen mit Struktur zu bedrucken: Dazu gehören:

  • PVC-Platten
  • Metall
  • Dibond-Platten
  • Plexiglas
  • Glas
  • Holz
  • Acryl-Glas

UV-Tinte, die Ihre Drucke zum Strahlen bringt

Die für den UV-Digitaldruck verwendeten Farben, die durch UV-Strahlung sekundenschnell aushärten, entstammen speziellen Farbsystemen. Sie setzen sich meist aus folgenden Inhaltsstoffen zusammen:

  • Fotoinitiatoren: Sobald die UV-Strahlung einsetzt, startet dieses Mittel die Aushärtung
  • UV-Monomere bzw. Reaktivverdünner: Sie setzen die Viskosität der Farbe herab, verbinden sich bei UV-Härtung mit dieser und sorgen für eine homogene Farbschicht
  • Bindemittel: Das sind Harze, die die Farbschicht festigen
  • Additive: Zusatzstoffe wie Mattierungs- oder Verdickungsmittel
  • Organische Buntpigmente – Ruß oder Titanoxid, um deckfähiges Weiß zu erzielen
  • Füllstoffe – unlösliche Zusatzstoffe, die die technische Umsetzung unterstützen

Diese Vorteile bietet Ihnen der UV-Druck

Die Vorteile der schnellen Trocknung mittels UV-Licht und der sofortigen Einsetzbarkeit Ihrer Druckerzeugnisse überzeugen als wirtschaftliches Druckverfahren. Jedoch gibt es noch weitere Eigenschaften, die für den UV-Druck sprechen:

  • Das UV-Druckverfahren ermöglicht es, nahezu alle Materialien mit UV-Tinte zu bedrucken.
  • Da beim UV-Druck keine zusätzlichen Arbeitsschritte nötig sind, können auch die Kosten in der Produktion gering gehalten werden.
  • So sind auch hohe Stückzahlen in geringer Produktionszeit umsetzbar.
  • Beim Druckprozess sind Materialhöhen von bis zu 10 cm möglich.
  • Da der Druck direkt auf dem Material umgesetzt wird, ist auch die Farbe Weiß als Abdeckungs-, Untergrund- oder Spotfarbe einsetzbar.
  • Die ökologische Bilanz des UV-Drucks kann sich sehen lassen, da nur lösungsmittelfreie Farben verwendet werden. Somit ist ein umweltschonendes Druckverfahren garantiert.

Einsatzbereiche des UV-Drucks

Das Druckverfahren mit speziell entwickelter UV-Tinte ist auf fast jedem Material umsetzbar. Bei IMAGEPARTNER kommt dieses Verfahren beispielsweise beim Schilderdruck zum Einsatz. So entstehen Bautafeln, Praxisschilder oder auch Wegweiser. Beim UV-Druckverfahren sorgt eine spezielle Lackierung dafür, dass das Ergebnis kratz- und wetterfest einem langfristigen Einsatz standhält.

Aber nicht nur Schilder können mit diesem Verfahren bedruckt werden. Der Plattendruck eignet sich beispielsweise auch im Büro oder auf der Theaterbühne. So werden Trennwände in Großraumbüros, aber auch Wand- und Deckenverkleidungen beliebig gestaltet.

Des Weiteren verwenden wir den UV-Druck für lichtundurchlässige Stoffdrucke (blockout). Es erweist sich als besonders toller Hingucker am Point of Sale oder Messestand, wenn das Produkt vollständig lichtundurchlässig ist, aber das Motiv, die Grafik oder das Logo trotzdem brillant und farbintensiv leuchtet.

Übrigens: ImagePartner ist Ihr Spezialist für sämtliche digitale Druckverfahren. Wir beraten Sie gern zu Ihren Großdruck-Projekten und stehen Ihnen vom Entwurf bis zur Umsetzung zur Seite. Schreiben Sie uns dazu gern eine Nachricht über das Kontaktformular.

 

 

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